Gute 200km von unserem Heimatschießstand entfernt liegt diese Schießanlage kurz vor der holländischen Grenze - also ging die Reise gegen 11:30 Uhr los. Glücklicherweise waren die Starts in diesem Jahr in den fortgeschrittenen Nachmittagsstunden, so dass der Tag nicht zu unmenschlich früher Zeit anfing.
Pünktlich eine Stunde vor dem geplanten ersten Start traf ich also am Ziel ein. Nach dem ersten Besuch im letzten Jahr kannte ich mich schon auf der Anlage aus, also ging es auf direktem Weg zur Meldestelle, in der schon geschäftiges Treiben herrschte.
Bis jetzt war alles einwandfrei gelaufen, aber der erste Schock sollte noch kommen: Nachdem ich meinen BDS-Ausweis abgegeben hatte und meine Startkarten empfangen wollte, galt es noch die offenen Startgelder zu zahlen.
"540 Euro, bitte."
Der Schock musste erst mal verdaut werden, denn eigentlich war ich der einzige Schütze aus unserem Verein und hatte auch nur drei Starts. Das wären 180,- pro Start! Nach kurzer Diskussion stellte sich heraus, dass im Buch mit den offenen Startgeldern die falsche Seite aufgeschlagen war. Eine Seite vorher war die Rechnung für unseren Verein. Ein kleiner Zahlendreher mit verheerender Wirkung... :-)
Nachdem dieses Missverständnis aus der Welt geschafft war und ich meine 18,- Euro Startgeld gezahlt hatte, hielt ich also nun meine drei Startkarten in der Hand und machte mich auf den Weg zum Schießstand. Die heutigen Starts der anderen Schützen hatten bisher alle wie geplant stattgefunden, also sollte sich mein Start leider nicht nach vorne verschieben. Dafür gab es aber ein Lob von der Standaufsicht, dass wenigstens mal ein Schütze wirklich eine Stunde vor der Zeit anwesend ist (Vielen Dank, Herr Murowski!).
Um kurz nach 15:00 Uhr ging es dann aber endlich zur Sache. Nachdem die Schützenstände eingenommen und Waffen und Munition ausgepackt waren, gab es bei jedem Start eine genaue Kontrolle der Waffen und Munition. Das Abzugsgewicht wurde von jeder Waffe nachgemessen und einige Waffen wurden gewogen, wenn ihr Gewicht zu hoch erschien. Der Ablauf beim Schießen verlief ohne Zwischenfälle nach BDS-Sporthandbuch und die Aufsichten hatten alles im Griff. In der Regel waren 3 bis 4 von ihnen vor Ort und haben für die nötige Sicherheit gesorgt.
Im Anschluss an den letzten meiner drei Starts war es ca. 17:30 Uhr und der Tag dann auch für alle beteiligten Helfer vorüber. Schon während der letzten Trefferaufnahme begann das Aufräumen und Zusammenpacken.
Hier also das Fazit von der diesjährigen Landesmeisterschaft in kurzen Stichpunkten:
- Meldestelle und Schießstände waren sauber und gut sichtbar ausgeschildert, so dass auch jemand den Weg finden konnte, der noch nie vor Ort gewesen ist.
- Der Ablauf beim An- und Abmelden verlief, abgesehen von dem kleinen Missgeschick, reibungslos und schnell.
- Die Aufsichten waren gut aufgelegt, trotzdem aber sachlich und haben Problemsituationen schnell und angemessen abgehandelt.