Flinten-Vergleichsschießen 2006
Zum ersten mal in der Geschichte des Sportschützen-Club 95 fand in diesem Jahr eine offene Meisterschaft im Tontaubenschießen statt. Am Samstag, den 07.10.2006 von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr wurde der Wettbewerb auf dem Flinten-Schießstand Piel in Hollwede ausgetragen.
Die Entscheidung, diesen Wettbewerb überhaupt stattfinden zu lassen, wurde erst Anfang des zweiten Halbjahres getroffen, daher war die Vorbereitungszeit sehr kurz und die öffentliche Ausschreibung fand ebenfalls erst wenige Wochen vor dem eigentlichen Event statt. Die Termine auf dem Flinten-Schießstand waren demenstprechend rar und so war es nur der freundlichen Unterstützung der Kreisjägerschaft zu verdanken, dass dieser Wettbewerb stattfinden konnte. Sie hat uns ihren für den Nachmittag angesetzten Termin zum öffentlichen Schießen überlassen, damit wir den Schießstand ganztags nutzen konnten.
Am Tag des Wettbewerbs begannen die ersten Vorbereitungen bereits eine Stunde vor dem eigentlichen Schießbetrieb um 09:00 Uhr. Das direkt am Schießstand gelegene Jägerheim wurde in eine computergestützte Meldestelle verwandelt. Getränke und kleine Snacks wurden aufgestellt, die während des Tages dort gekauft und in gemütlicher Atmosphäre konsumiert werden konnten.
Pünktlich um 09:00 Uhr war alles vorbereitet, jetzt konnten die ersten Schützen kommen. Leider war das Wetter an dem besagten Morgen ungnädig: Es regnete. Nachvollziehbarer Weise hielt sich der Andrang von Teilnehmern zunächst arg in Grenzen - doch das Wetter sollte im Laufe des Vormittags noch besser werden und so fanden sich wenigstens einige Teilnehmer noch vor dem Mittagessen auf dem Schießstand ein und die ersten Wertungsdurchgänge konnten starten.
Geschossen wurden an diesem Tag drei Disziplinen: Trap mit sportlichem Anschlag, Trap mit jagdlichem Anschlag und Skeet mit beliebigem Anschlag. Jeder Schütze konnte wahlweise an diesen Disziplinen teilnehmen. Die meisten Schützen starteten in allen drei Disziplinen, auch wenn für viele Schützen mindestens eine der Disziplinen völlig neu war. Dies zeigt deutlich: Die Freude am Schießen stand hier im Vordergrund und nicht nur das Ringen um die ersten Plätze.
In der Mittagspause von 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr, in der der Schießbetrieb ruhen musste, ruhte auch die Schützengesellschaft im Jägerheim: Es gab gebratene Koteletten mit Kartoffelsalat von der in der Nähe gelegenen Gaststätte "Jägersruh". Alle saßen zusammen an der großen Tafel und die Zeit verging bei gutem Essen und angeregter Diskussion recht zügig.
Trocken war es zwar den Rest des Tages über, dennoch hatten alle Schützen mehr oder weniger stark mit einer anderen Naturgewalt zu kämpfen: Dem Wind. Der trieb so manche Taube auf den willkührlichsten Bahnen durch den bleihaltigen Luftraum. Eine oftmals sehr schwere bis unschaffbare Herausforderung für die Schützen, die aber auch oft für Erheiterung sorgte.
Pünktlich um kurz vor 18:00 Uhr war der letzte Wertungsdurchgang abgeschlossen und die Auswertung konnte beginnen. 15 Teilnehmer hatten bis dahin Ihr Können zum Besten gegeben und insgesamt 40 Starts absolviert. In der Disziplin "Trap sportlich" war es besonders eng auf den ersten Rängen. Alle drei Erstplatzierten erzielten ein Ergebnis von 11 von 15 getroffenen Tontauben.
Die Mehrzahl der Erstschusstreffer entschied diese Disziplin: Michael Meier errang somit den ersten Platz. Dies ist besonders bemerkenswert, da seine Schulter nach einem Unfall immer noch gesundheitlich beeinträchtigt ist und er dennoch alle anderen Schützen hinter sich lassen konnte.
Ralf Hagedorn errang den ersten Platz in der Wertung für die Disziplin "Trap Jagdlich". Seine langjährige Erfahrung als geübter Jäger und erstklassiger und sehr schneller Trap-Schütze war hier sicherlich entscheidend - auch wenn die Konkurrenz ihm mit nur einer Taube Unterschied dicht auf den Fersen war.
Die beste Wertung der letzten Disziplin, dem Skeet-Schießen, ging auf das Konto von Thorsten Reim. Mit 13 von 15 Tauben errang er mit einer neuen persönlichen Bestleistung hocherfreut den überraschenden ersten Platz.
Abschließend betrachtet war es eine gelungene Premiere. Die geringe Teilnehmeranzahl ist vermutlich der kurzfristigen Ankündigung und dem anfangs schlechten Wetter zuzurechnen. Dennoch war es sehr erfreulich, dass einige Schützen aus anderen Vereinen wie dem SGS Vlohto und den IPSC-Schützen Holzhausen unserer Einladung gefolgt waren und an diesem Wettewerb teilnahmen.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer für den fairen Ablauf des Wettbewerbs und natürlich an alle hochengagierten Menschen im Hintergrund, die für die Vorbereitung und den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung verantwortlich zeichnen.
Zurück